1. Sie werden das Baby verwöhnen!

Ein Baby ist nicht wie ein fünfjähriges Kind, das schreiend Süssigkeiten haben will! Ein kleines Baby kann man nicht verwöhnen, denn die ständige Aufmerksamkeit und die Befriedigung seiner Bedürfnisse sind für das Baby ein grundlegendes Muss.

Kann überhaupt irgendjemand ernst denken, dass ein Tragebaby zu seinem ersten Geburtstag einen Ferrari, oder eine goldene Trinkflasche haben will? Das Trotzalter ist noch weiter weg, erst dann kann man Erziehungspraktiken gut gebrauchen!

 

2. Oje, wenn Sie es immer auf den Arm nehmen, kann es nie allein sein!

Untersuchungen haben bewiesen, dass das Baby in seinem ersten Lebensjahr keine Selbstständigkeit, sondern sehr viel Körpernähe braucht.

Hat jemand schon eine Person gesehen, die sein Diplom auf dem Rücken seiner Mama in einer Tragehilfe übernommen hat?

Oder eine/n 18-jährige/n, der oder die statt mit den Freunden auf Partys zu gehen lieber im Tragetuch sein wollte?

Niemand hat je so etwas gesehen, oder?

Ganz im Gegenteil: es ist eine bewiesene Tatsache, dass diejenigen, die in ihrem ersten Lebensjahr maximale Körpernähe und Aufmerksamkeit bekommen haben, später viel selbstständiger werden, denn sie haben eine sichere Grundlage bekommen. 

3. Es wird nur die Mama akzeptieren!

Und das ist sein Glück! Wen sonst sollte das Kind akzeptieren, etwa die Nachbarin?

Niemand wird bis zur Ewigkeit an seiner Mutter hängen. Dank dem Tragen baut sich das Vertrauen auf, was im problematischen Teenageralter noch sehr nützlich sein wird. Wir sollten zulassen, dass wir geliebt werden, das ist der Grund, warum wir überhaupt leben!

 

4. Das Baby wird es nie lernen, alleine einzuschlafen!

Damit ein kleines Kind alleine einschlafen kann, ist eine bestimmte Reife des Nervensystems nötig. Das kommt meist im Alter von ca. 2 Jahren, aber keinesfalls bei einem kleinen Baby.

Natürlich kann man es auch einem Baby, das erst ein paar Wochen alt ist, beibringen, mit viel Weinen - allerdings kann dieser Stress bei ihm ernsthafte Schäden verursachen.

Wir denken aber langfristig, nicht wahr? Da kann man also ruhig im Tuch einschlafen - das tut allen nur gut!

 

5. Wie wird es so laufen lernen?

Die Natur hat es perfekt ausgedacht: sobald sich die Babys entwickeln, wollen sie immer häufiger und für immer längere Zeit vom Tragetuch runter auf den Boden. Mit einem Zweijährigen muss man sogar oft kämpfen, damit es wieder in die Tragehilfe gesetzt werden kann. 

6. Das arme Baby! Ist es nicht schlecht für seine Wirbelsäule, dass es in der Tragehilfe so krumm sitzt?

Eine Tragehilfe, die auf die richtige Weise gebunden oder eingestellt ist, schadet der Wirbelsäule und den Hüften des Babys nicht, ganz im Gegenteil: es tut ihm ausgesprochen gut. Von einem Tragesitz kann man das nicht mehr behaupten - deshalb ist es so wichtig, dass Sie die richtige Tragehilfe wählen!

 

7. Okay, jetzt wiegt es nur 3 Kilo, aber wie werden Sie es mit 10 Kilo tragen können?

Ich werde wenigstens muskulös sein.

Es gibt zwar gut ernährte Babys, aber niemand wird von einem Tag zum anderen 10 Kilo wiegen. Die Mutter gewöhnt sich langsam an die wachsende Belastung und wenn man eine gute Tragehilfe wählt, wird sie auch bei einem schwereren Kind bequem sein.

Wenn das Kind mehr wiegt, ist das Rückentragen praktisch, was mit einer guten Tragehilfe sowohl fürs Baby als auch für die Mama (oder für den Papa) bequem ist.

 

8. Es wird ein kleiner Tyrann, wenn Sie sofort bei jedem Ton springen, den es von sich gibt!

Mit Liebe, Zuwendung und der Befriedigung seiner Bedürfnisse kann man ein Baby nicht verwöhnen!

Ganz im Gegenteil:

Viel Körpernähe und das Tragen geben dem Kind Selbstvertrauen und emotionale Stabilität. Dass man immer auf das Kind aufgepasst und auf seine Bedürfnisse reagiert hat, rettet es später vor viel Frustration.

 

9. Und was sagt Ihr Mann dazu?

Stellen Sie sich vor: er ist am glücklichsten! Wieso?

Er hat ein ausgeglichenes Baby und eine (ziemlich) beruhigte Ehefrau.

Und es gibt nichts herzerwärmenderes, als wenn ein Vater sein winziges Baby trägt. Vergessen wir ausserdem nicht: ein Spaziergang ist viel einfacher so und Sie können auf der Strasse wieder Händchen halten!

 

10. Das ist nur ein neumodischer Trend, früher ist es niemandem eingefallen, sein Kind an sich zu binden!

Wirklich? Hat der Urmensch wohl den Stokke oder den Bugaboo bevorzugt?

Aber Spass bei Seite: Der Kinderwagen ist eine Erfindung, die erst ein paar Hundert Jahre alt ist, das Babytragen war aber auch schon früher weltweit verbreitet. 

 

Gibt es noch Ausreden?

Vorsicht, eine Tragemama hat auf alles eine Antwort! Sie wird nur dann schwach, wenn sie ein besonderes, limitiertes Didymos Tragetuch sieht…

Oje! 


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